Einfluss von euch und uns

Aus der Perspektive eines Studierenden wirkt die Universität immer wie eine gewaltige Maschinerie, in der man noch nicht mal ein kleines Zahnrad, sondern eher der Bordstein vor der Tür ist. Aber mit dem entsprechenden Interesse und Wissen kann man als einzelne Person oder als eingespieltes Kollektiv eine Menge bewegen.

Wir, der Studiengangs-Ausschuss (StugA) English-Speaking Cultures, sind eine kleine Auswahl der Studierendenschaft aus den Studiengängen English-Speaking Cultures B.A. Voll- und Komplementärfach, Lehramtsoption Gy/OS und BiPEP großes und kleines Fach, M.A. und M.Ed.. Wir lassen uns jährlich, gegen Dezember, von den Studierenden erneut bestätigen, meist im Verlauf unserer Weihnachtsfeier. Damit stellen wir ein beratendes und an sich erstmal „machtloses“ Gremium dar; da wir aber schon so lang der größte StugA des FB10 sind, die Dozierenden und die Verwaltung uns auf Augenhöhe begegnen und wir im Notfall auch wissen, welche Stellen einzuschalten sind, wird unsere Meinung regelmäßig eingeholt und unsere Expertise geschätzt. Darüber hinaus stellen wir die Mitglieder vieler höherer Gremien, in denen die Aussagen von uns mitunter das gleiche oder sogar mehr Gewicht haben als Dozierende, die schon jahrelang hier angestellt sind.

Die Studienkommission, kurz SK genannt, tagt ungefähr dreimal pro Semester. Theoretisch kann jeder den Sitzungen beiwohnen, stimmberechtigt sind jedoch nur 10 Personen: 5 Mitglieder aus dem Lehrkörper E-SC, also Hochschullehrer*innen und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, und 5 studentische Mitglieder, die im Regelfall auch Mitglieder des StugA sind. Die studentischen Vertreter*innen werden ungefähr einmal im Jahr bestimmt bzw. bestätigt. Offiziell werden die Aufgaben der SK wie folgt beschrieben:
1. Ermittlung des Lehrbedarfs auf der Grundlage der Studien- und Prüfungsordnungen,
2. Mitwirkung bei der Erstellung des Lehrangebots und der mittelfristigen Lehrangebotsplanung,
3. Mitwirkung bei der Erstellung des Lehrberichts und der Lehrevaluation,
4. Mitwirkung an Studien- und Prüfungsordnungen sowie Musterstudienplänen.
Etwas konkreter gefasst heißt das, dass die SK u.a. für die Ausarbeitung von Prüfungsordnungen und Modulbeschreibungen, für die Erstellung der Vorlesungsverzeichnisse und die Vergabe der Studienkontengelder verantwortlich ist bzw. eine erste Entscheidung trifft, die dann an höhere Gremien und Verantwortliche weitergeleitet wird. In der SK werden aber auch Events wie die Orientierungswoche, der ISI-Tag oder der Open Campus Day besprochen, für welche oftmals kleinere Arbeitsgruppen gebildet werden. Auch Ankündigungen und weitere Informationen, die den Studiengang betreffen, werden hier (oftmals zuerst) bekanntgegeben. Da die studentischen Mitglieder in der SK 50% der Stimmen haben, ist ihr Einfluss sehr wichtig.
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Im Fachbereichsrat (kurz: FBR) sitzen 13 Vertreter aus dem Hochschullehrerkolleg, wissenschaftlichen Mitarbeitern, Studierenden und Mitarbeitern aus Verwaltung und Technik, um über Fachbereichsrelevante Themen zu sprechen. Insbesondere verantwortlich ist der FBR für die Einführung (und Abschaffung) neuer Studiengänge innerhalb des Fachbereichs, sowie für die Erstellung und Änderung von Prüfungs- und Studienordnungen. Natürlich gehört noch einiges mehr zum Wirkungsbereich des FBRs, in dem auch zwei gewählte Studierende Eure Wünsche und Anregungen an das Dekanat weiterleiten und mit entscheiden dürfen, was innerhalb des Fachbereichs geschieht.
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Bei Auswahlkommissionen zur Neubesetzung von Stellen wird in der Regel ein studierendes Mitglied verlangt, das bei der Auswahl der Bewerber*innen aktiv mitwirkt und am Ende auch mitentscheidet. Üblicherweise haben wir 20% der Stimmen bei solchen Entscheidungen. Nach solchen Mitgliedern wird zuallererst beim StugA gesucht, der die Anfrage entweder direkt einem interessierten Mitglied zuteilt oder von da aus die breitere Studierendenschaft kontaktiert. Wurde die Meinung der studentischen Vertreter übergangen, lag es in der Vergangenheit ebenso an uns, auf diese Missstände aufmerksam zu machen; auch wenn es zum Glück selten vorkommt, ist auch dies dann ein Teil unseres Aufgabengebiets.

Die Stugenkonferenz, kurz StuKo, ist eine Versammlung aller Stugen der Universität Bremen. Die StuKo ist unabhängig und mit einem jährlichen Budget versehen, das Stugen für Projekte beantragen und mit anderen Stugen diskutieren können. Die StuKo ist sehr praktisch bei der uniweiten Vernetzung und Mobilisierung; außerdem ist es praktisch, den gerade fehlenden Groschen für ein Stugenprojekt dort beantragen zu können.
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Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) ist quasi das Herz der Stugen an der Uni Bremen. Über den AstA wird das Stugenbudget verteilt, während er als Anlaufstelle für Studierende gilt. Der AstA der Uni Bremen richtet sich prinzipiell nach den Interessen der Studierendenschaft, verfolgt aber auch eigene Ziele; nach eigenen Aussagen sollen die Studierenden nicht nur vertreten werden, sondern „Optionen und Ansatzpunkte für eigenes emanzipiertes politisches, kulturelles und soziales Handeln möglichst vieler Studierender“ geboten werden. Durch diese Agenda und die oft polemische Diskussionsführung stand und steht der AstA regelmäßig in der Kritik.
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Der Studierendenrat, kurz SR, ist das höchste Organ, in dem nur Studierende vertreten sind. Er wird jährlich neu von den Studierenden gewählt und besteht aus 25 Studierenden aus der kompletten Basis der Studierendenschaft, die sich für die Wahl aufstellen lassen. Viele hiervon fassen sich zu Listen zusammen, welche gemeinsame Ziele verfolgen und teilweise mit etablierten politischen Parteien und Gruppen verbunden sind. Die wichtigsten Aufgaben des SR sind einerseits die Wahl und Überprüfung des AstA und andererseits die Besprechung und Abstimmung von Studierendenangelegenheiten, wie zum Beispiel der kürzlichen Entscheidung über die Erweiterung des Semestertickets.
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Der Akademische Senat (AS) ist das höchste Beschlussorgan der Universität. Der Vorsitzende ist der/die Rektor*in, und Studierende sind zwar vertreten, aber in der Unterzahl. Auch hier werden die Studierenden in das Gremium gewählt, für gewöhnlich geschieht das zusammen mit den SR-Wahlen. Im AS werden größere, die gesamte Universität betreffende Themen besprochen und abgestimmt, wie zum Beispiel kürzlich die neue Hausordnung oder die Öffnung und Schließung von ganzen Fachbereichen oder Studiengängen. Auch werden hier regelmäßig neue Rektor*innen gewählt, welche hier dann Konrektor*in und Kanzler*in vorschlagen.
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